Adipositas

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  • Beitrag zuletzt geändert am:4. April 2024
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Adipositas

Adipositas, die kritische Masse, wenn Übergewicht  zur Pandemie wird.

Ein neuer Blick auf die Kalorie weist den Weg aus der Krise. Antworten auf Fettleibigkeit – jenseits von Kalorienzählen.
Im folgenden Beitrag möchte ich euch eine Zusammenfassung des GEO Artikels der Ausgabe 03/2023 geben und meine persönliche Meinung dazu mit euch teilen.

verschieden Naschereien. Manche gesund, manche ungesund.

Was die Ursachen für Adipositas sind, ist eigentlich einfach. Zuviel Kalorieninput steht zuwenig Kalorienausgabe gegenüber. Aber ist es wirklich so einfach?
Radikales Abnehmen durch Kalorien einsparen beim Essen und erhöhtes Kalorien verbrennen durch Sport ist möglich. Dies wurde immer wieder bewiesen. Schwierig ist aber auch immer, danach das Halten des neuen Gewichts.
Hierzu hätten wir jetzt keine neuen Studie gebraucht. das kennen die meisten von uns aus eigener Erfahrung.
Was bei diesen neuen Studien aber herauskam, ist dass der Körper durch mehr Bewegung nicht mehr Energie verbraucht. Vielmehr ist es so, dass jeder Mensch einen individuellen Energieumsatz hat und dieser nicht ins endlose gesteigert werden kann. Auch ein intensives Marathontraining lässt den Kalorienbedarf nur unwesentlich anwachsen. Dieser universelle Schutzmechanismus der Evolution könnte uns davor bewahren, auf Dauer ein gefährliches Limit zu überschreiten. Erhöhen wir also an einer Stelle den Energieverbrauch, führt dies dazu, dass unser Körper an anderer Stelle Energie einspart. Kalorien sind in der Ökonomie des Lebens. die Währung. Kontoüberziehungen werden z.B. durch eine Drosselung des Immunsystems oder eine eingeschränkte Fruchtbarkeit ausgeglichen. An sich auch nichts neues, kennt man so schon lange bei Leistungs- und ambitionierten Freizeitsportlern. Für den Normalo bedeutet dies nun Sport erhöht nicht auf Dauer den Kalorienbedarf und wirkt sich dadurch kaum auf das Fettgewebe aus. Denn, der Mensch ist durch die Evolution das Lebewesen, dass die meiste Energie benötigt. Um diese Maschinerie am laufen zu halten, haben wir Sparmaßnahmen eingeführt um die Betriebskosten zu senken und zusätzlich betreiben wir Lagerhaltung , um bei Engpässen unser enormes Energiebedürfnis abzusichern.

WIR SPEICHERN FETT! Der Hauptgrund für Adipositas.

Leider wurde unser Stoffwechsel, im Laufe der Evolution nicht in erster Linie dafür geschaffen, strandtaugliche Bikinifiguren zu garantieren. Sondern dafür Hungerzeiten zu überstehen.

Wenn nun mehr Energieverbrauch nicht die gewünschte Wirkung hat. was dann?
Der Hebel liegt, ihr ahnt es bereits, in der Ernährung!

Reine Kalorienreduktion führt zur Gewichtsabnahme. Leider aber auch dazu, dass unser Grundumsatz sinkt. Wer also Erfolge halten will, muss danach streng weiter Diät halten und sich beim Sport verausgaben. Sonst schnellt das Jojo nach oben.
Wie geht es besser? Und kann es überhaupt funktionieren?

Der Schlüssel gegen Adipositas, liegt in der Zusammensetzung der Ernährung.

In vielen Studien und Versuchen wurde festgestellt dass Tiere in freier Wildbahn und Naturvölker, nur deshalb nicht fettleibig werden, weil sie auch bei Überangebot nur soviel essen, wie sie benötigen um ihren Bedarf zu decken. Und zwar ihren Bedarf an Protein. Das heißt, wir alle haben Hunger und Essen solange bis unser satt an Eiweißen sind. Wenn man sich nun aber unsere Ernährung anschaut, dann stellt man fest dass Eiweiß hier meist nur eine untergeordnete Rolle spielt. Fertigprodukte stecken voller Fett und Kohlenhydrate, meist auch noch kombiniert mit Salz und Zucker in hohen Mengen. Diese Kombinationen gibt es in natürlichen Zutaten/ Lebensmitteln nie. Man vermutet dass diese Hyper-Schmackhaftigkeit ebenfalls zum Überfressen führt. Außerdem enthalten verarbeitete Nahrungsmittel meist wenig Proteine und Ballaststoffe. Doch auch wenn wir auf Fertigprodukte verzichten, ist unsere Ernährung traditionell eher Proteinarm. Beispiele wie Nudeln mit Tomatensauce, Schnitzel und Pommes oder Brot mit…, haben wir alle im Küchenrepertoire.

Aber genau die Kombination aus Protein und Ballaststoffen, ist es die uns satt macht und langfristig dazu führt, dass wir weniger Kalorien aufnehmen und zwar ohne zu hungern. Sie ist das Mittel gegen Adipositas.

Deshalb weg von Fertigprodukten und aufwendig verarbeiteten Lebensmitteln. Zurück zur simplen, natürlichen Küche. Möglichst wenige Arbeitsschritte, das spart Zeit und hilft beim abnehmen. Der Ballaststoffgehalt ist in rohem Gemüse meist höher als in gekochtem. Gekocht sind sie aber Magen-Darm freundlicher. Hier muss jeder sein Maß finden. Abwechslung ist hier das A&O. Proteine finden sich in Hülsenfrüchten, Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Also in Zukunft lieber Bohnen mit Gemüse oder Salat und Steak.
In meinem Tellerprinzip erkläre ich diese neue Lebensmittelverteilung ausführlich. Melde dich für meinen Newsletter an und hol dir meine 3-2-1 Wohlfühlkörper Deins.

Wer jetzt gehofft hat, endlich eine Ausrede zu haben um keinen Sport machen zu müssen. den muss ich enttäuschen. neben dem Ausstieg aus der Fertignahrung könnte auch Bewegung ein Schlüssel zum Erfolg sein. Es wurde bei den Studien nämlich auch herausgefunden, dass sportliche Übergewichtige ein niedrigeres Risiko für Herzinfarkt und Diabetes haben, weil Sport das braune Fett im Körper stimuliert und dadurch heilsame Kräfte entfaltet. Wenn auch Sport und Bewegung die Pfunde nicht purzeln lassen, so halten sie unseren Körper doch gesund.

Im großen und ganzen ist dieser Bericht in der GEO als Beweis für meine Arbeits- und Herangehensweise. In vielem auch wissenschaftlich belegt.
Wir müssen uns lösen von alten Verhaltensmustern und wieder lernen auf unseren Körper zu hören. Mahlzeiten selbst zubereiten ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wer selbst kocht, macht sich unabhängig von einer Industrie, deren Ziel es ist uns noch mehr zum Essen zu verleiten. Denn nur dadurch macht sie ihren Umsatz. Also weg vom bloßen Konsum – hin zu mehr Natürlichkeit.

Proteine und Ballaststoffe kombiniert mit ausreichender Bewegung und etwas Sport, sind der Schlüssel in ein körperlich besseres Leben. Wir tun damit uns und unseren Kindern etwas gutes. Wenn sie von Anfang an damit ernährt werden, können wir in der Zukunft viele Zivilisationskrankheiten eindämmen.